Kantonspolizeiposten im Bezirk Bremgarten

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Unter der Bezeichnung „Kapo-2020“ bearbeiten Regierungsrat und Kantonspolizei zurzeit das grösste Reorganisationsprojekt der Aargauer Polizei der letzten Jahre. Mit dem Reformprojekt sind ein Paradigmenwechsel von der reaktiven hin zur proaktiven Polizeiarbeit sowie die Schliessung von 8 bestehenden Kantonspolizeiposten (neu 9 Stützpunkte) verbunden. Von den heute drei Kantonspolizeiposten in den Bezirken Bremgarten und Muri soll noch ein „Kantonspolizeiposten Freiamt“ erhalten bleiben.

 

Der Vorstand der SVP Bezirk Bremgarten begrüsst es, dass die Kantonspolizei mit einer proaktiven Polizeiarbeit Verbrechen verhindern will, bevor diese überhaupt begangen werden. Er bedauert allerdings die Reduktion von heute drei auf nur noch einen Kantonspolizeiposten im Freiamt, da damit auch die Nähe der Polizei zu den Bürgerinnen und Bürgern verloren gehen wird. Ziel für die Kantonspolizei sollte sein, dass für die Bevölkerung in jedem Bezirk zumindest ein Kantonspolizeiposten betrieben wird.

 

Falls es in naher Zukunft im Freiamt aber wirklich nur noch ein Kantonspolizeiposten geben sollte, so ist es für eine wirkungsvolle Polizeiorganisation zwingend erforderlich, dass der neue Kantonspolizeiposten im Bezirk Bremgarten, und nicht im Bezirk Muri zu liegen kommt.

 

Wieso setzen wir uns für einen Kantonspolizeiposten im Bezirk Bremgarten ein?

Der Bezirk Bremgarten hat mehr als doppelt so viele Einwohner, wie der ländlich geprägte Nachbarbezirk Muri. Der Ausländeranteil ist mit 24% deutlich höher, als jener des Bezirks Muri mit lediglich 17%. Auch die Kriminalitäts- und Unfallstatistik spricht eine deutliche Sprache: Die Anzahl der registrierten Straftaten, Strassenverkehrsunfälle und Übertretungen liegt im Bezirk Bremgarten signifikant höher, als im ländlich geprägten Bezirk Muri. Dies lässt sich beispielsweise an den registrierten Straftaten gestützt auf das Strafgesetzbuch sowie die Betäubungsmitteldelikte im Jahr 2016 belegen: Im Bezirk Bremgarten wurden 2‘298 Delikte registriert, im Bezirk Muri «lediglich» 771 Delikte. Anhand der verfügbaren Daten zu den Verkehrszählungen wird ersichtlich, dass im Bezirk Bremgarten zahlenmässig mehr sowie stärker frequentierte Hauptverkehrsachsen liegen, als dies im Bezirk Muri der Fall ist.

 

Der Regierungsrat hat angekündigt, im 2. Quartal 2017 zu entscheiden, an welchem Standort der neue Stützpunkt der Kantonspolizei in den Bezirken Bremgarten und Muri zu liegen kommen soll. Für den Vorstand der SVP Bezirk Bremgarten ist völlig klar, dass sich dieser Stützpunkt nur in Wohlen oder Bremgarten befinden kann. Ein Posten in Muri würde vernünftigen einsatztaktischen Überlegungen völlig widersprechen.

 

Die Reorganisation darf nicht auf Kosten der Gemeinden erfolgen!

Die Schliessung von Kantonspolizeiposten darf nicht dazu führen, dass vermehrt Aufgaben von der Kantonspolizei auf Kosten der Gemeinden an die Regionalpolizeien delegiert werden. Damit das vom Regierungsrat angedachte Konzept der proaktiven Polizeiarbeit funktioniert, muss die Erhöhung der Anzahl ständig im Einsatz stehenden Patrouillen zwingend umgesetzt werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Gemeinden nicht stärker zur Kasse gebeten werden.

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